A. Individuelle (Not)lösungen

Wie es die Bezeichnung andeutet, handelt es sich um Notlösungen. Wenn jemand in der Situation ist, dass er wegen den stetig steigenden Krankenkassenprämien beim Grundbedarf sparen muss - Nahrung, Bildung Kinder - um die Krankenkassenprämie bezahlen zu können, so stehen individuelle Sofortlösung im Vordergrund. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mittels Einstellungen der Zahlungen Krankenkasse eine Prämienverbilligung von 85% erzielen oder wie Sie mittels einem gezielten Umzug in einen anderen Kanton (Minimalstandards Prämienverbilligung und/oder tiefe Gesundheitskosten) bis zu 20'000 Fr. pro Jahr sparen können.

Ansatz A1. Einstellung Zahlung Krankenkassenprämien

Jahr für Jahr stellen Zehntausende von Bürgern die Zahlung der Krankenkassenprämien ein: Im 2018 waren es bereits 205'248 Personen. Auf diesem Weg problemlos aussteigen können Bürger in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen, welche unter dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum leben und keine Vermögenswerte besitzen, welche bei einer Betreibung verwertet werden können bzw. dürfen. Der Betreibungsbeamte wird dann zu einem Dieb der in ein leeres Haus einbricht. Er wird verzweifelt nach etwas suchen was er “stehlen” kann und dann unverrichteter Dinge wieder davon ziehen. Sie stellen Ihre Zahlungen ein und erreichen damit schlagartig eine Prämienverbilligung von 85%. Die Kantone müssen nämlich nach erfolgloser Betreibung 85% der unbezahlten Prämien übernehmen.

Wenn Sie Anrecht auf eine Prämienverbilligung haben, zahlen Sie die Krankenkassenprämien auf keinen Fall! Denn Sie wissen nicht, ob und wann Sie diese bekommen und es gilt zu verhindern, dass Sie wegen den Krankenkassenprämien in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Es gibt vorbildliche Kantone, aber auch schwarze Schafe, die nicht vor illegalen Mitteln zurückschrecken um zu sparen.

Geeignet für: 1. Bürger in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen, welche unter dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum leben und keine Vermögenswerte besitzen, welche bei einer Betreibung verwertet werden können bzw. dürfen. 2. Bürger die nach 20 Jahren Totalversagen der Politik und rechtlicher Willkür den Glaube an direkte Demokratie und Rechtsstaat verloren haben und sich mit einem Akt des zivilen Ungehorsams gegen das Unrecht wehren wollen.

Umsetzbarkeit: Jederzeit per sofort

Einsparungspotential: 85% der Krankenkassenprämie

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37 Prozent der Schweizer Haushalte zahlen bereits heute mehr für die Krankenkassenprämien als für die Steuern (unter Berücksichtigung der Prämienverbilligungen; 2006 waren es erst 30 Prozent). Gemäss der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich müssen wir in Zukunft mit 3.9% Kostensteigerung pro Jahr rechnen. Da keine substanziellen Änderung in Sicht sind, wird der Budgetposten der Krankenkassenprämien bis ins Jahr 2030 um weitere 52% ansteigen. Die Krankenkassenprämien werden also schon sehr bald bei der Mehrheit der Haushalte der mit Abstand grösste Budgetposten sein. Da wird die Ausgestaltung im Bereich der Krankenkassenprämien zum zentralen Standortfaktor.

Ansatz A2. Umzug in einen Kanton der Minimalstandards garantiert

Aktuell sind dies der Kanton Zug, welcher ab 2019 eine maximale Belastung von 8.5% des massgebenden Einkommens garantiert, der Kanton Waadt, welcher ab 2019 eine maximale Belastung von 10% des Haushaltseinkommens gewährleistet und der Kanton Graubünden, welcher sich auch das Ziel gesetzt hat, dass niemand mehr als 10% zahlen muss. Im Kanton Baselland ist eine entsprechende 10% Initiative kürzlich knapp gescheitert. Der nächste Kanton, welcher folgen könnte ist Genf, wo die entsprechende 10% Initiative zustande gekommen ist. Abgestimmt wird im Juni 2020.

Andererseits sollten Sie die Kantone Basel-Landschaft, Neuenburg, Jura, Genf und Bern unbedingt meiden. In diesen Kantonen gibt es Spitzenbelastungen von mehr als 20% des Einkommens. Die verbleibende Prämienbelastung beträgt in diesen Kantonen bei manchen Haushalten bis zu 24%, die durchschnittliche Belastung bis zu 18%. Diese Zahlen stammen vom "Monitoring 2017" des Bundesamts für Gesundheit (BAG), unterdessen hat sich die Situation in manchen dieser Kantone durch weitere Prämienerhöhungen und einem Abbau bei den Prämienverbilligungen weiter verschlechtert. Gemäss unseren Berechnungen erreichen wir z.B. im Kanton Neuenburg 2019 eine neue traurige Rekordbelastung von 29% des Einkommens. Der von der SP regierte Kanton Neuenburg ist somit die "Krankenkassenhölle" der Schweiz.

Geeignet für: Bürger, welche aktuell mehr als 8.5% des massgebenden Einkommens für Krankenkassenprämien ausgeben und bereit sind umzuziehen.

Umsetzbarkeit: Theoretisch jederzeit per sofort, praktisch 3 Monate (Kündigungsfrist Wohnung)

Einsparungspotential: Bis zu 20.5% des massgebenden Einkommens (Maximalbelastung von 29%)

Ansatz A3. Umzug in einen Kanton mit tiefen Gesundheitskosten

Aktuell sind dies insbesondere die Kantone Appenzell-Innerrhoden, Uri, Nidwalden, Zug und Obwalden mit mittleren Krankenkasseprämien zwischen 263.9 und 303 Fr. für Erwachsene (2019). Die meisten dieser Kantone haben nicht nur moderate Krankenkassenprämien, sondern auch (sehr) tiefe Steuern. Meiden sollten Sie aus dieser Perspektive die Kantone Genf, Basel-Stadt, Waadt, Neuenburg und Basel-Landschaft mit mittleren Krankenkasseprämien zwischen 415.1 und 482.2 Fr. für Erwachsene (2019). Eine gute Übersicht finden Sie hier.

Geeignet für: Bürger, welche in einem Kanton wohnen, in welchem die Gesundheitskosten sehr hoch sind und bereit sind umzuziehen.

Umsetzbarkeit: Theoretisch jederzeit per sofort, praktisch 3 Monate (Kündigungsfrist Wohnung)

Einsparungspotential: 218.3 Fr. pro Monat oder 2619.6 Fr. pro Jahr und Person (mittlere Prämie Erwachsene 2019). Wenn Sie gleichzeitig noch von einer teuren zu einer billigen Krankenkasse wechseln und das Modell ändern bis zu 670 Fr. pro Monat und Person oder 8040 Fr. pro Jahr. Für eine Familie von 2 Erwachsenen und 2 Kindern bis zu 20'000 Fr. pro Jahr!

Ansatz A4. Umzug in ein Land mit tiefen/tieferen Gesundheitskosten oder kostenloser Medizin

Neben dem prominenten Beispiel der USA, gibt es praktisch keine Länder, wo die Gesundheitskosten so hoch sind wie in der Schweiz - und zwar absolut (Kaufkraftbereinigt) und prozentual (% BIP). Sie können also praktisch überal hin auswandern um diesbezüglich eine Verbesserung zu erzielen.

Diese Überlegungen lohnen sich ganz speziell wenn sie jung sind und über eine gute Ausbildung verfügen. In diesem Fall werden sie in den kommenden Jahren massiv in die AHV, Pensionskasse und Krankenkasse einzahlen müssen. In Anbetracht der massiven Konsequenzen der Corona-Krise und der damit verbundenen Depression (massive lang andauernde Rezession) sowie den krassen Umwälzungen im Zusammenhang mit der Kilmaerwärmung (Krieg um Ressourcen, Massenwanderungen, Knappheit an Nahrung und Trinkwasser, etc.) und dem damit verbundenen menschlichen Leid, wird es die aktuellen Leistungen in 20 oder 30 Jahren überhaupt nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt geben. Sie rackern sich also ab und zahlen diese massiven Beiträge ohne entsprechende Gegenleistung in der Zukunft ("A-fonds-perdu-Beitrag"). Gemäss einer Studie der Credit Suisse, werden die Renten aus AHV und Pensionskasse bereits bis 2025 auf unter die Hälfte des letzten Lohns sinken. Gemäss der privaten Organisation "Group of Thirty", klafft in den weltweiten Rentensystemen eine enorme Lücke von 15 800 Milliarden Dollar. Und bei diesen Berechnungen sind die massiven wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise und der Klimaerwärmung überhaupt noch nicht berücksichtigt!

Wenn Sie sich entscheiden ausserhalb von Nordamerika und Europa auszuwandern, so haben Sie in den meisten Ländern absolut freie Wahl. Sie können sich je nach Bedürfnis überhaupt nicht (100% Eigenverantwortung), nur für das Lebensnotwendigste, sehr umfassend oder mit einer Luxusvariante versichern. Dementsprechend sind dann die Preise.

Geeignet für: 1. Rentner jeden Alters und Bürger die über genügend Ressourcen verfügen sich im Ausland vorzeitig zur Ruhe zu setzen. Typischerweise kann sich praktisch JEDER Schweizer ab 50 mit Pensionskasse (2. Säule) in einem geeigneten Land mit tiefen Lebenshaltungskosten zur Ruhe setzen! 2. Nicht-selbständig und selbständig Erwerbende, welche bereit sind sich eine neue Unternehmung im Ausland aufzubauen oder eine neue Stelle zu suchen, 3. Selbständig Erwerbende, welche online arbeiten können 4. Studenten, welche bereit sind ihr Studium im Ausland fortzusetzen

Umsetzbarkeit: Theoretisch jederzeit per sofort, praktisch 3 Monate (Kündigungsfrist Wohnung und/oder Arbeit)

Einsparungspotential: Bis zu 100% der Krankenkassenprämie bei einem Umzug in ein Land mit kostenloser Medizin (vom Staat finanziert) oder bei voller Selbstverantwortung, bis zu 80% mit dem Abschuss einer (internationalen) Krankenversicherung, welche eine mit der obligatorischen Grundversicherung "vergleichbare Leistung" erbringt.

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