B. Nachhaltige Lösungsansätze zur Reduktion der Krankheitskosten

Im Prinzip gibt es nur eine Lösung, wie man die Krankheitskosten nachhaltig senken kann: 1. Man verhindert Missbrauch und 2. man sorgt dafür, dass die Menschen weniger krank werden. Verfolgt man die Diskussion zum Thema Krankenkassenprämien, werden diesbezügliche Ansätze jedoch selten bis nie diskutiert, geschweige denn angewandt. In der Schweiz wird vor allem Geld ausgegeben, um Krankheiten zu behandeln. Anstatt an den Ursachen zu arbeiten, werden Symptome kuriert. Findet hinsichtlich diesem Aspekt kein Umdenken statt, gibt es keine nachhaltige Lösung.

Ein bedeutender Teil der bezahlen Prämien fliesst in die Mandate von korrupten Politkern, in Millionensaläre von Ärzten und ganz speziell in die Milliardengewinne von Unternehmen der Pharma- und Medizinaltechnik. Dies ergibt nicht nur falsche Anreize - z.B. 40% unnötige Operationen - sondern birgt enormes Sparpotential. In den letzten Jahren gaben wir nur 2-3% der gesamten Kosten des Gesundheits- bzw. Krankheitswesen für Prävention aus. Das liegt wie immer an den gleiche Ursachen, denn an gesunden Bürgern verdient die "Krankheitsindustrie" nichts.

Ansatz B1: Missbrauch verhindern

Mit Missbrauch meinen wir Unternehmen und Individuen die sich an der Gesellschaft bereichern. Dies beginnt mit den 50% Parlamentariern des National- und Ständerates, die sich durch sog. Mandate von der Krankheitsindustrie kaufen lassen. Ein diesbezügliches Verbot ist vielleicht eine der wichtigsten Sofortmassnahmen um das Problem mit den stetig steigenden Krankheitskosten nachhaltig zu lösen. Das Thema setzt sich fort bei Millionensalären für Ärtze und Milliardengewinnen für Konzerne aus den Bereichen Pharma und Medizinaltechnik. Mit Missbrauch meinen wir auch die im Vergleich zum EU-Ausland massiv überhöhten Medikamentenpreise, die Milliarden verschlingen. Zum Missbrauch gehören weiter die massiven Zahlen an Operationen, die nicht aus medizinischer Notwendigkeit, sondern aus reiner Profitgier gemacht werden und bis zu 25% der Krankenkassenprämien verschlingen. Prinzipiell ist es sinnvoll einmal grundsätzlich darüber nachzudenken, inwieweit im Gesundheitsbereich überhaupt Profite erzielt werden sollen? Die Tatsache, dass massive Profite erzielt werden können, führt ganz offensichtlich dazu, dass die meisten Aktuere primär aus finanziellem Interesse und erst sekündar im Interesse der Patienten und der Gesundheit handeln.

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Ansatz B2: Mehr Prävention

Die Ausgaben hinsichtlich Prävention werden massiv erhöht. Essenzielle Gesundheitsthemen wie Schlaf und Erholung, Ernährung, Bewegung und frische Luft, Training von Körper und Geist werden aktiv gefördert. Die Themen erhalten mehr Gewicht in den Schulen und diesbezügliche Angebote werden vom Staat finanziert. Dass sich diesbezügliche Ausgaben mehr als rechnen zeigt eine aktuelle Studie der HSH Nordbank. Gemäss einer Studie der OECD, kann z.B. in der Prävention von Übergewicht/Fettleibigkeit mit jedem Franken, der in die Prävention investiert wird, ein Ertrag von bis zu 6 Franken generiert werden.

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Die Politik will uns mittels Propaganda immer wieder weiss machen, dass die sog. Gesundheitskosten insbesondere wegen der steigenden Lebenserwartung und den demographischen Veränderungen ganz automatisch und "natürlich" steigen. Dies ist das beste Argument, die Krankheitskosten mittels Scheinmassnahmen weiterhin ansteigen zu lassen und jedigliche Verantwortung von sich zu weisen. Die Lebenserwartung steigt aber nicht natürlich, sondern diese wird durch die Herausschiebung des Todes mittels immer mehr medizinischen Möglichkeiten aktiv erhöht. Weiter ist der Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und Kosten von Land zu Land sehr unterschiedlich. Währenddem in der Schweiz selbst leichte Erhöhungen des Lebensalters mit massiv höheren Kosten einhergehen, ist der Zusammenhang in anderen Ländern viel moderater. Zudem sehen wir die Hauptursache von teuren Behandlungen nicht im Alter "per se", sondern in den ungesunden Lebensgrundlagen welche zu Krankheiten wie Krebs, Demenz, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Ansatz B3: Wiederherstellung gesunder Lebensgrundlagen

Ältere Menschen sind insbesondere deshalb oft und heftig Krank, weil sie ein Leben lang ungesunden Lebensgrundlagen ausgesetzt waren. Die primäre Ursache ist also nicht das Alter (das korreliert nur) sondern die Lebensgrundlage. So sterben die meisten Menschen nicht "natürlich" aus Altersgründen, sondern wegen Krebs, Demenz, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Alkoholische Leberzirrhose, etc.

Die meisten Menschen sind und werden krank, weil unsere Lebensgrundlagen nicht gesund sind. Dies beginnt bei verseuchtem Trinkwasser - z.B. Pestizide und andere krebserregende Stoffe im Hahnenwasser und Mikroplastik in Plastikflaschen - bei kontaminierten Lebensmitteln - z.B. Fleisch und Milch mit Wachstumshormonen oder sogar PCB - setzt sich fort bei einer verunreinigter Luft - z.B. Feinstaub, Ozon, Stickoxiden, Ammoniak und Dauerbestrahlung durch WLAN/3G/4G/5G - und geht bis zu krank und unglücklich machenden Arbeitsbedingungen - z.B. Stress und Depression aufgrund hoher/monotoner Arbeitsbelastung. Wir trinken jeden Tag verseuchtes Wasser, konsumieren verunreinigte Lebensmittel, atmen verunreinigte Luft, werden permanent bestrahlt und arbeiten oft unter Stress oder gehen einer Arbeit nach die uns nicht befriedigt. Und dann sind wir überrascht, dass sich bestimmte Krankheiten rasant ausbreiten und unsere Krankheitskosten explodieren. Ohne Wiederherstellung gesunder Lebensgrundlagen werden die Krankheitskosten bis zum Punkt steigen, wo das System kollaboriert. Dann gibt es dann ganz offiziell die Klassenmedizin.

Ansatz B4: Keine ewige Herausschiebung des Todes, sondern Akzeptanz

Die Lebenserwartung steigt nicht natürlich, sondern wird durch immer weiterreichenden medizinische Angebote aktiv erhöht, indem man den Tod immer weiter herauszögert (klassische Frage vom "Huhn und Ei"). Würde man allen Schweizern per sofort alle möglichen medizinischen Dienstleistungen zukommen lassen, würde sich das Lebensalter der Schweizer nochmals signifikant erhöhen. An vielen Fronten arbeitet die Politik und Medizinindustrie auch an bedeutend weiterreichenden rechtlichen/medizinischen Möglichkeiten. Transplantationen, künstlich hergestellte Organe, Gentechnologie, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Es gibt sogar Wissenschaftler, die davon sprechen, dass der Mensch einmal ewig leben kann, indem man ihm fortwährend Organe ersetzt die nicht mehr funktionieren. Wir sollten uns bewusst sein, dass wir bereits auf diesem Weg sind. So werden immer mehr Organe transplantiert, immer mehr Körperteile mit Protesen ersetzt, immer mehr Hilfsmittel in den Körper hineinoperiert (z.B. Herzschrittmacher) und immer mehr Modifikationen am Körper vorgenommen (z.B. Laserbehandlungen Auge). Bereits heute verzögern viele dieser medizinischen Massnahmen den Tod bzw. ohne diese Massnahmen würden die Menschen früher sterben, weil z.B. bestimmte Organe nicht mehr funktionieren. Einige Massnahmen verzögern den Tod um Stunden, andere um Tage, Wochen oder Jahre. Auch in diesem Punkt braucht es eine Rückkehr zur Vernunft, sonst ich auch dies ganz offensichtlich ein "Fass ohne Boden".

Ansatz B5: Kommunale Gesundheitszentren

Diese lokalen Gesundheitszentren dienen als niederschwelliges Angebot und als erster Kontaktpunkt bei gesundheitlichen Problemen. Zu vergleichen mit dem Hausarztmodell, aber mit einer viel aktiveren Rolle des Gesundheitsmanagements. Je nach allgemeinem Gesundheitszustand ist die Betreuung mehr oder weniger intensiv. Selbst wenn jemand einen guten Gesundheitszustand hat, wird ein Hausarzt des lokalen Gesundheitszentrums diese Person mindestens einmal im Jahr Zuhause besuchen. Die Idee ist nicht nur, die körperliche Gesundheit zu überprüfen, sondern auch den erweiterten Lebensstil und die häusliche Umgebung in Betracht zu ziehen. Eine Art Gesundheitsberatung "Vor-Ort".