Medienspiegel Steigende Kosten / Prämien

Höhere Tarife sollen Verluste der Spitäler mindern

Der Bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg will finanzielle Einbussen der Spitäler aufgrund der Coronakrise abfedern - mit temporär höheren Tarifen für medizinische Leistungen. Dass die Krankenkassen für nicht erbrachte Leistungen zahlen sollen, hält Schnegg für keine gute Idee. Ihm schwebt ein anderer Weg vor: «Rasch und unkompliziert könnten aber alle Tarife für medizinische Leistungen leicht erhöht werden», sagte Schnegg. Doch höhere Tarife könnten auch auf die Krankenkassenprämien durchschlagen.

Steigen jetzt auch die Krankenkassenprämien?

Experten gehen momentan nicht von Prämienerhöhungen für 2021 aus. Doch was passiert, wenn es eine zweite Welle gibt?

Die Gesundheitskosten steigen wieder – und damit auch bald die Prämien

Für 2020 sind die Prämien so gut wie gleich geblieben, doch an einer Gesundung des Systems liegt das nicht. Ohne einschneidende Reformen flattern bald wieder höhere Krankenkassenrechnungen ins Haus.

Familien geben jeden siebten Franken für die Krankenkasse aus

Viele Paare mit Kindern geben heute 14 Prozent ihres Nettolohns für Prämien aus. Das ist doppelt so viel wie im Jahr 2000. Vor dem Moment, wenn die Prämienrechnung in den Briefkasten flattert, graut vielen Versicherten. Denn die Prämien sind seit Beginn des Jahrtausends im Schnitt um 120 Prozent gestiegen, die Prämienverbilligungen hingegen nur um etwa 40 Prozent.