Ungesunde Lebensgrundlagen

Zu giftig für die Schweiz – und doch in unserem Essen

Zu giftig für die Schweiz – und doch in unserem Essen
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Ein Teil der importierten Lebensmittel enthält Rückstände von Pestiziden, die in der Schweiz verboten sind. In der Schweiz dagegen dürfen die Konzerne Pestizide, die hierzulande nicht zugelassen sind, exportieren. Wie sich nun zeigt, landet ein Teil davon wieder auf den Tellern der Schweizer – durch den Import von Lebensmitteln.

Schlupfloch Schweizer Markt: «Hormonfleisch» ist in der EU verboten - nicht so bei uns.

Schlupfloch Schweizer Markt: «Hormonfleisch» ist in der EU verboten - nicht so bei uns.
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Wachstumshormone bei Rindern: Warum gerade die Schweiz für US-Farmer ein attraktiver Absatzmarkt werden könnte. Trotz der daraus ergangenen Strafe blieb der Verkauf von Hormonfleisch in der EU in der Folge verboten. Nicht so in der Schweiz. Wie in der EU, so ist auch hierzulande der Einsatz von Hormonen zwecks Leistungsförderung verboten, nicht aber der Handel des so pro­duzierten Fleisches. Weil man sich vor einer entsprechenden WTO-Klage der Amerikaner fürchtet, bleiben Import und Verkauf erlaubt.

Gefahr aus dem Wasserhahn

Gefahr aus dem Wasserhahn
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Der Gehalt des Fungizides Chlorothalonil im Grund- und Trinkwasser überschreitet in einigen Regionen den Höchstwert. Die Rückstände des Pflanzenschutzmittels könnten krebserregend sein. Frisch und sauber sprudelt es aus dem Wasserhahn – das nimmt die Bevölkerung zumindest an. Doch nicht überall ist das Trinkwasser so unbedenklich geniessbar. Messungen verschiedener Kantone zeigen, dass an einigen Orten in der Schweiz die Höchstwerte von Chlorothalonil im Wasser überschritten wurden.

Krebserregendes Pestizid im Schweizer Trinkwasser

Krebserregendes Pestizid im Schweizer Trinkwasser
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Chlorothalonil wird hierzulande eingesetzt, obwohl in der EU die Zulassung entzogen wurde. Das soll sich nun ändern. In vielen Trinkwasserproben werden immer wieder Rückstände von Pestiziden festgestellt. Besonders umstritten ist derzeit das Pilzbekämpfungsmittel Chlorothalonil, das als Mittel gegen Fäulnis im Getreideanbau verwendet wird. Auf Schweizer Feldern werden jährlich 30 Tonnen dieses Pestizids versprüht. Das interkantonale Labor in Schaffhausen hat an über 300 Standorten in der Ostschweiz Trinkwasser- und Grundwasserproben auf Rückstände von Chlorothalonil untersucht.