Nicht Hören, nicht sehen, nicht sprechen - Prämienverbilligungen Krankenkasse

Nur 60-80% der Einwohner mit gesetzlichem Anspruch auf eine Prämienverbilligung (Recht), bekommen diese. Der Staat betrügt mittels administrativer Massnahmen 20 - 40% der anspruchsberechtigen Bürger um zu sparen. 2018 wurden in der Schweiz 205'248 Personen wegen unbezahlter Krankenkassenprämien erfolglos betrieben. In der Schweiz werden Menschen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen vom Staat betrogen (Schikanen Prämienverbilligung), verfolgt (Betreibung) und diskriminiert (schwerwiegende Einschränkungen Lebensgestaltung).

Szenario 2030

In Anbetracht der Tatsache, dass wir es mit exponentiell steigenden Krankenkassenprämien zu tun haben, scheint es uns angebracht von einem "Totalversagen der Politik" zu sprechen. Die Durchschnittsprämie der obligatorischen Krankenversicherung wird bis 2030 von heute 477.9 Fr. auf 727.9 Fr. steigen, was einer Zunahme von 52.3% entspricht. 2030 werden wir somit eine durchschnittliche Belastung von mehr als 20% des Einkommens erreichen. In Kantonen mit hohen Belastungen wird die Durschnittsbelastung auf mehr als 26% und die Maximalbelastung auf 42% steigen.

Depression

Das "Monitoring 2017" des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zeigt, was wir schon lange vermuten: Das soziale Korrektiv Prämienverbilligung funktioniert nicht mehr. In vielen Kantonen wurde die Marke von 20% des Einkommens überschritten. Nach Berücksichtigung der Prämienverbilligung! Das Ziel des Bundesrates waren maximal 8%.

Verzweiflung

Der neueste Verteilungsbericht des SGB zeigt auf, dass untere und mittlere Einkommen stark unter den explodierenden Krankenkassenprämien leiden. Die Prämienverbilligungen haben nicht Schritt gehalten mit der Prämienexplosion, sondern sind in vielen Kantonen gerade kürzlich massiv abgebaut worden. So hat sich die Prämienbelastung für viele Haushalte mehr als verdoppelt und erreicht in einigen Kantonen 20%!